Reise von Kulusuk/Ost-groenland nach Narsarsuaq/Süd-grönland

So.10.07.  bis  Mi. 20.07.2016

Schiff: "Cape Race";  Länge: 38,1m;  Breite: 7,6 m; 

Baujahr 1963;  war ursprünglich als Fischtrawler konzipiert.

Kann bis zu bis zu 12 Passagiere mitnehmen - Wir waren aber nur zu 8!


Sonntag, 10. Juli 2016  -  Flug von Graz über Frankfurt nach Keflavik

Finale der Fußball-EM   -   Portugal : Frankreich

Mein erstes "Public viewing". Da muss ich nach Reykjavik fliegen, um so etwas zu sehen...

So ein Event ist hier eher ein "familiäres" Ereignis. Die Menschenmenge ist überschaubar, aber der Stimmung tut das keinen Abbruch. Obwohl Island das Finale nicht erreicht hat, haben sie doch Eindruck hinterlassen - und sie können sich mitfreuen.

Montag, 11. Juli 2016

 

 

Flug von Reykjavik - Stadtflughafen nach Kulusuk/Ostgrönland


 

Kulusuk ist eine dem Ort Tasiilaq vorgelagerte Insel. Nur dort war es möglich, eine Landebahn zu bauen. Normalerweise muss man dann per Boot oder Helikopter zu Ort überwechseln.

Wir aber gehen zu Fuß zum Landesteg und werden dort per Zodiak gleich zur Cape Race gebracht.



 

Dienstag, 12. Juli 2016  -  Eisfeld bei Friedjov Nansen Halvo


 

Mittwoch, 13. Juli 2016

 

Finnwale! Leider haben sie es sehr eilig und ignorieren uns völlig.

Auch wenn es zu meinem Nachteil ist, bin ich doch froh, dass wir sie unbehelligt ziehen lassen.

Fels-Einschnitt bei der Insel Kangeg

Eisbucht bei Kangeg

 

Qutdleg - Aufgelassene Loran-Sendestation                       (Weitere Infos über Loran C -->)


 

Donnerstag, 14. Juli 2016

 

Weiter geht es in den Prins Christian Sund, einer Passage, mit der man der sturmumtosten Südspitze Grönlands entgehen kann. Es ist ein weit verzweigtes System an ertrunkenen Gletschertälern. Die Hauptroute ist ca. 108 km lang und meistens ca. 2 km breit. Die angrenzenden Berge sind so um die 1000m hoch, sodass Stürme keine hohen Wellen in den Sunden aufbauen können.

 

Weit kommen wir nicht, denn knapp nach der Osteinfahrt biegen wir in eine kleine südliche Bucht ein.

Wir wollen eine grönländisch/dänische Wetterstation besuchen.

Obwohl die Station großzügig angelegt ist, befindet sich niemand dort. Alles ist automatisiert.

Den mitgebrachten Begrüßungswein trinken wir dann eben selber.

Wir genießen nach dem vielen Eis wieder die prachtvoll blühende arktische Blumenwelt.

Wir fahren weiter. Erschreckend zu bemerken, dass die meisten Gletscher nicht bis zum Meeresspiegel reichen, sondern nur mehr ihr Schmelzwasser, das alle paar hundert Meter die steilen Felswände herunter schießt.

Umso mehr imponieren die verbliebenen Gletscherfelder

Hie und da ist auch eine Bartrobbe auf einer Eisscholle zu sehen. Eine Ausnahme in der sonst eher leeren Arktis. Ein weiteres seltenes Ereignis bekommen wir zu sehen. Ein Eisbruch am "Sermeq Avangnardleq" Gletscher, genau zu dem Zeitpunkt als wir vorbei fahren. Im Prinzip ein normaler Vorgang bei einem Gletscher, der mit der Klimaerwärmung nichts zu tun hat. Und trotzdem irgendwie beklemmend.

 

Nächste Station ist der massive Kangerdluk Gletscher, der sich bereits einen Fjord gegraben hat.

Ein Zodiak-Ausflug ist angesagt.

 

Wir legen an einem Felsvorsprung an und erklimmen die glatt gehobelten Felsen.


 

Freitag, 15. Juli 2016

 

Weiter Richtung Westen; der kleine Ort Augpilagtoq liegt an einem Kreuzungspunkt mehrerer Sunde

Inzwischen hat uns ein Sturm erwischt. Er peitscht das Wasser auf, aber große Wellen entstehen nicht. Der nächster Punkt auf unserer Reise liegt etwas nördlicher am Prins Christian Sund ganz in der Nähe des Ortes. Es ist ein Fjord. Der Gletscher, der ihn geschaffen hat, hat sich weit zurück gezogen. Die Moränenwälle sind mit bereits hüfthohen Weiden überzogen, dazwischen aber gibt es Spalten zwischen den Felsen. Schwierig zu gehen.

 

Samstag, 16. Juli 2016

 

Der nächste Tag ist noch immer sehr stürmisch, aber sonnig. Wieder ist eine Wanderung angesagt.

 

Sonntag, 17. Juli 2016

 

Nächster Stopp - Nanortalik. Ein schon etwas größerer Ort ganz im Süden Grönlands.

Es ist warm! Ich hätte mehr T-Shirts einpacken sollen. Aber wer kommt denn auf so etwas.

Der Ort hat ein beeindruckendes Freilicht-Museum mit vielen interessanten Exponaten.

 

Am Abend gibt es einen Badestopp. Die Insel ist gleich gefunden, nur die Thermalquelle nicht. In Badeschlapfen laufen wir über die Tundra auf der Suche nach ihr. Großes Gelächter! Schließlich finden wir den kleinen Naturpool. Arktischer Hahnenfuß umsäumt das Becken, dahinter die Eisberge.

Was für ein Erlebnis!

 

Montag, 18. Juli 2016

 

Der letzte Tag unserer Reise. Von Orquitsoq fahren wir an Alluitsup Paa vorbei nach Zakarias Hav.

Von der Bucht Zakarias Havn wandern wir an Seen vorbei zu einen schönen Aussichtspunkt.

Als wir zurück zum Schiff fahren, ist Kapitän Kim gerade dabei einen Eisberg zu erklimmen.

Auch der heutige Tag war ungewöhnlich warm, was auch den Eisbergen zu schaffen macht...

Was für ein Schauspiel! Atemberaubend, zeigen diese Erlebnisse doch, wie unberechenbar und gefährlich Eisberge sind.

Ein Sonnenuntergang wie er im Buche steht, schließt diese spannende Reise ab.