Island - kein Feuer und wenig Eis

Auf meiner 2. Reise durch Island, befuhr ich mit einer Gruppe von 15 Leuten und einem geländegängigen Bus fast die ganze Insel. 4.000km haben wir dabei zurückgelegt. Auf Feuer und Eis sind wir kaum gestoßen, wohl aber auf eine Atem beraubende Landschaft und viel Wasser von allen Seiten. Manchmal kam das wasser sogar von unten, wenn man Geysire und heiße Quellen mitzählt.


 

Stadtrundfahrt in Reykjavik

Die Stadt ist seit 2005 ordentlich gewachsen.

Man könnte den Eindruck gewinnen, es hätte nie eine Wirtschaftskrise gegeben.

 

Minkwale vor Reykjavik:

Mit den Beobachtungsfahrten wird schon mehr Geld verdient als mit dem Töten der Tiere. Seltsamer weise ist das aber noch immer kein Argument, es sein zu lassen.

Auf dem Weg nach Norden, die ersten Schneefelder des Langjökull

 

Wasser von unten:

Diese heißen Quellen von Deildartunguhver

sind die ergiebigsten der Insel.

Für Gewächshäuser und Heizungen ein wertvoller Rohstoff.

Snaefellsjökull:

Kein Feuer, obwohl er zu den aktiven Vulkanen auf Island gezählt wird.

Kaum Eis, nur ganz oben am Gipfel gibt es so etwas noch.

Aber es heißt, es sei der Eingang, wenn man zum Mittelpunkt der Erde hinabsteigen will.

Zumindest hat Jules Verne es so beschlossen.

Wer will schon den Meister der Sience Fiction widerlegen...

 

 

Haukadalur:

Ein "Vulkan" im Taschenformat.

Dieser Solfatar ist keinen Meter hoch.

Ihn in die Tasche zu stecken

wäre aber trotzdem keine gute Idee.

Der Dampf ist kochend heiß.

Nordische Lichtstimmungen haben Suchtcharakter

 

 

Eyjafjallajökull

Ein Vulkan, der ganz Europa in Atem hielt.

Diesmal war er aber wieder manierlich

und versteckte sich hinter einer Nebelwand.

 

 

Der Skogarfoss, vom Eyjafjallajökull zwar im Großen und Ganzen verschont, führt sein Wasser gegenüber 2005 nun deutlich mehr Sedimente mit.

 

 

 

Glück im Unglück. Die Asche des Eyjafjallajökull

ist nicht nur nicht giftig gewesen

sondern sogar äußerst fruchtbar.

Neue Pflanzen überziehen die Narben

 

 

Endlich Eis!

Solheimajökull im Südost-Eck Islands

Aber auch diesem Gletscher geht es nicht gut.

Dick von Asche und Geröll bedeckt sieht er einfach bedauernswert aus.

 

  Die Gewalt eines Gletscherlaufs hat 14 Tage vor meiner Reise auf der Ringstraße die Mulakvisl-Brücke weggespült. Fast alle Vulkane Islands befinden sich tief unter Gletschern. Das bei solchen Ausbrüchen entstehende Schmelz-Wasser verursacht immer wieder große Schäden. Messstationen sollen rechtzeitig vor diesen Wassermassen warnen. Aber oft geht es ganz schnell. Hier fiel nur Minuten nach einem Pegelstand von 6 Metern das Messgerät aus und die Brücke weggerissen.

 

 

1996 gab es einen der größten Gletscherläufe des letzten Jahrhunderts, verursacht durch den Grimsvötn im Vatnajökull-Massiv. Mehrere große Brücken wurden weggerissen, Haushohe Eisbrocken wurden wie Tennisbälle durch die Fluten geschleudert.

 

Fjallsarlon im Südost-Eck Islands

Er ist einer der Ausläufer des Vatnajökull

und reicht fast bis auf Meereshöhe herab.

Auch er bildet einen Gletschersee,

aber dieser hat einen berühmteren Bruder.

Den JÖKULLSARLON-See!

Aber was ist bloß mit "meinem" Gletschersee passiert? Wo ist das ganze Eis geblieben?

Laut Reiseleiter hat es einen sehr kalten und langen Winter gegeben. Außerdem gabe es im Mai einen massiven Kälteeinbruch, der den meisten Vögeln die Eier erfrieren ließ. Dadurch hatte der Gletscher noch nicht zu "kalben" begonnen, während die vorjährigen Eisberge ins Meer abgewandert sind. Nur ein paar Reste waren jetzt zu sehen.

Wäre das 2005 passiert, hätte ich bei diesem Anblick meinen Eisvirus gekriegt...?

 

 

 

Abschied vom Eis.

Unsere Tour dauerte noch eine gute Woche,

aber Eis bekamen wir nicht mehr

so hautnah zu Gesicht.